Liste von Schädlingen
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Schädlinge
Die AGERO Schädlingsbekämpfung listet hier eine Vielzahl von Schädlingen auf, die relativ häufig in Deutschland vorkommen.
Diese Liste hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.
Wir können Ihnen mit Rat und Tat bei einem Schädlingsbefall zur Seite stehen. Unsere Fahrzeuge und Mitarbeiter sind neutral (Keine Logos oder Werbung an der Kleidung und den Fahrzeugen), sodass wir offen über Ihr Problem sprechen können und eine gemeinsame Lösung finden.
Schädlinge
Ameisen (Formicidae) sind eine Familie der Insekten innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Derzeit sind mehr als 13.000[1] Arten beschrieben, davon etwa 200 in Europa.
Alle bekannten Ameisenarten sind in Staaten organisiert. Sie stellen die bedeutendste Gruppe eusozialer Insekten dar.[3] Ameisenstaaten bestehen aus einigen hundert bis mehreren Millionen Individuen. Ameisenstaaten sind arbeitsteilig organisiert und besitzen immer wenigstens drei sogenannte Kasten: Arbeiter, Weibchen (Königin) und Männchen. Im Gegensatz zu anderen staatenbildenden Hautflüglern sind bei Ameisen die Arbeiter grundsätzlich flügellos. Nur die geschlechtsreifen Weibchen und Männchen besitzen Flügel. Zur Paarung werden beflügelte Weibchen und Männchen aufgezogen, die den elterlichen Bau gleichzeitig in großen Schwärmen verlassen. Nach der Paarung sterben die Männchen, während die Weibchen die Flügel abwerfen (oder abbeißen) bzw. verlieren und neue, eigene Kolonien gründen oder in den elterlichen Bau zurückkehren, in dem dann mehrere Königinnen koexistieren.
Blattläuse (Aphidoidea) sind neben den Schnecken die häufigsten Pflanzenschädlinge und gehören zusammen mit Schildläusen, Wollläusen und Weißen Fliegen zur Gruppe der Pflanzenläuse. Der wissenschaftlich korrekte Name der Insektengruppe lautet eigentlich Röhrenblattläuse – mit rund 650 heimischen Arten ist sie die größte innerhalb der Pflanzenläuse.
Lebensweise
Fast alle Blattlaus-Arten überwintern im Eistadium auf den Wirtspflanzen und vermehren sich nach dem Schlüpfen im Frühjahr zunächst ungeschlechtlich. Auf diese Weise entstehen binnen kurzer Zeit zahlreiche Nachkommen – es dauert in der Regel nur eine Woche, bis die Bildung einer neuen, geschlechtsreifen Generation abgeschlossen ist. Nach mehreren Generationen entstehen dann die ersten flugfähigen Nachkommen, die neue Pflanzen der gleichen Art besiedeln oder – wie im Fall der wirtswechselnden Schwarzen Bohnenlaus – erst zum Saisonende auf ihre Winterwirte gemeiner Schneeball (Viburnum opulus) und Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) übersiedeln. Die geflügelten Blattläuse können sich in der Regel nur geschlechtlich fortpflanzen.
Vorsorge
Vermeiden Sie daher grundsätzlich eine Überdüngung mit Stickstoff, denn vom gehaltvollen Pflanzensaft profitieren auch die Blattläuse. Hilfreich ist auch, auf Ziersträucher zu verzichten, die häufig von Läusen befallen werden, wie zum Beispiel Jelängerjelieber (Lonicera) oder Bauernjasmin.
Sorgen Sie dafür, dass die natürlichen Feinde der Blattläuse wie Florfliegen, Marienkäfer, Schlupfwespen, Schwebfliegen und andere Nützlinge in Ihrem Garten genügend Nistmöglichkeiten finden, indem Sie beispielsweise Totholzhecken anlegen sowie Florfliegenkästen oder ein Insektenhotel installieren. Wenn sich die Blattlausjäger in Ihrem Garten wohlfühlen, ebbt der Blattlausbefall nach einer ersten Invasion im späten Frühling oder Frühsommer meist spürbar ab. Grund: Wegen des guten Nahrungsangebots vermehren sich auch die Nützlinge stark. Im Laufe des Sommers stellt sich ein Gleichgewicht ein.
Bekämpfung
Von einer chemischen Keule/Bekämpfung ist abzuraten. Es gibt viele Möglichkeiten, Blattläusen entgegenzutreten, die der Natur und den anderen Insekten kaum bis gar nicht schaden.
Bettwanze wird bis zu 6mm lang und ist oval, sehr flach und rotbraun. Wenn die Parasiten Blut gesaugt haben ändert sich die Farbe. Auf dem Bild ist im hinteren Bereich der Wanze eine etwas dunklere Stelle gut zu erkennen. Im Vergleich zum restlichen Körper sind die Beine und Antennen eher gelblich. Bettwanzen findet man häufig dort, wo Reisende verkehren.
Befall feststellen
Bettwanzen kann man anhand von Häutungsresten erkennen. Untersuchen Sie das Bettlaken und um das Bett herum nach Häutungsresten. Da sich Bettwanzen mehrmals häuten, finden Sie diese vermutlich in unterschiedlichen Größen. Die Häute sind sehr leicht, fast durchsichtig und oval bis länglich.
Symptome bei einem Bettwanzenbefall sind auch Bisse. Doch ob es sich um Bettwanzenbisse oder um Flohstiche handelt, lässt sich kaum unterscheiden. Bettwanzen stechen Menschen und saugen dessen Blut um sich ernähren. Wenn Sie keine Blutmahlzeit bekommen verkriechen sich die Parasiten und können in ihrem Versteck bis zu eineinhalb Jahren ohne Nahrung überleben.
Bettwanzen kann man anhand von Kotspuren erkennen. Der Kot von Bettwanzen sieht etwa wie Krümel aus Kaffeesatz aus. Suchen Sie die Matratze und den Lattenrost nach solchen Kotspuren ab.
- Vorkommen: Man findet sie ganzjährig in dunklen, feuchtwarmen Bereichen wie Gaststätten, Großküchen, Hotelbetrieben, Krankenhäusern, Wäschereien, aber auch oft in (zentralbeheizten) Wohnungen. Sie ist ein Allesfresser. Die deutsche Schabe kann im Freien nicht überdauern, sie wird meist z. B. von Lieferanten eingeschleppt.

- Vermehrung: Bis zu 40 Eier werden in einem Eipaket ca. 4 Wochen vom weiblichen Tier getragen. Die Larvenentwicklung erfolgt über 5–10 Häutungen innerhalb von 2–3 Monaten. Die Lebensdauer beträgt mehrere Monate.
- Schaden: Hygieneschädling; Auslösen von Allergien (z. B. Asthma) und Übertragung von Krankheitserregern.
Flöhe am Menschen und am Tier sind mehr als lästig, vor allem, wenn sie sich im Bett verstecken und aufgrund ihrer Größe nicht zu finden sind. Hunde und Katzenbesitzer kennen das, da Flöhe in Wohnungen und Häusern in denen auch Haustiere wohnen öfter zu finden sind. Ein Flohbiss wirkt ähnlich wie ein Mückenstich. An der, oder besser den Bissstellen (zwei bis drei in einer Reihe), wird die Haut rot, schwillt an und juckt erbärmlich. Um den Plagegeist zu finden und zu bekämpfen ist es wichtig, etwas über diesen Parasiten zu wissen.
Um Flöhe effektiv zu bekämpfen, bieten sich folgende Maßnahmen und Mittel an:
- Bestimmung der Flohart bzw. der möglichen Befallsursache (Haustier, mangelnde hygienische Verhältnisse, „neue“ gebrauchte Möbel)
- Befall des Haustieres mit Antifloh-Präparaten (vom Tierarzt) behandeln
- Teppiche und Schlafstellen von Haustieren regelmäßig absaugen (Staubsaugerbeutel wegwerfen, da die Flöhe und Larven darin nicht absterben)
- mit Flohkamm täglich das Fell auskämmen (Befallskontrolle und Entfernung von Flohkot und Floheiern aus dem Fell)
- Hunde- und Katzenbetten, bzw. Decken regelmäßig austauschen und wöchentlich bei mindestens 60 Grad waschen
- Bei Flöhen im Bett, das Bettzeug bei hohen Temperaturen waschen, die Matratze gründlich absaugen oder mit Dampf reinigen
- Neben Insektenpuder oder Sprays, die direkt in die Floh- und Flohlarven Verstecke einzubringen sind, bieten sich zum Flöhe bekämpfen auch Flohlichtfallen an. Erwachsene Flöhe werden durch die Lichtfallen angezogen und bleiben dann auf einer Klebetafel kleben.
Fruchtfliegen sind eine vielfältige Gruppe kleiner fliegender Insekten, die verschiedene Nutzpflanzen in unterschiedlichen geografischen Regionen, darunter Bangladesch und die USA, schädigen. Diese Schadinsekten werden manchmal als exotische Fruchtfliegen bezeichnet.
Der Lebenszyklus von Fruchtfliegen variiert je nach Art und Klima. Im Allgemeinen legen weibliche Fruchtfliegen Eier unter die Schale verschiedener Früchte und Gemüse, normalerweise wenn diese reif sind oder kurz vor der Reife stehen. Wenn die Larven schlüpfen, beginnen die Larven, sich von Pflanzengewebe zu ernähren. Fruchtfliegen durchlaufen die Entwicklungsstadien Ei, Larve, Puppe und Erwachsenenstadium, die je nach Art unterschiedlich lange dauern. Der Lebenszyklus dauert normalerweise 1–2 Monate, aber erwachsene Fliegen einiger Arten überwintern und leben in manchen Fällen bis zu 11 Monate.
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Mittelmeerfruchtfliege (Ceratitis capitatum)
Trotz ihres Namens ist die Mittelmeerfruchtfliege in Afrika, Asien, Australien, Europa und Amerika verbreitet. Ihre Eier sind weiß und etwa 1 mm lang, und die Larven werden normalerweise 9 mm lang. Ausgewachsene Tiere sind 3-5 mm lang, gelbbraun gefärbt und haben dunkelrot-violette Augen. Die Larven schlüpfen nach 1.5 Tagen, und sie reifen je nach Jahreszeit nach 2-4 Wochen zu ausgewachsenen Tieren heran.
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Mexikanische Fruchtfliege (Anastrepha ludens)
Dieses Schadinsekt beeinträchtigt die Ernteerträge von Mangos, Grapefruits und Zitrusfrüchten in Mexiko, Mittelamerika und den USA erheblich. Die Larven schlüpfen nach 1–2 Wochen und werden bis zu 12 mm lang. Ausgewachsene Fliegen sind 7–11 mm lang, haben einen gelbbraunen Körper und charakteristische hellgelbe Flügelbänder.
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Orientalische Fruchtfliege (Bactrocera dorsalis)
Die orientalische Fruchtfliege ist in Asien beheimatet, kommt aber auch in Afrika und den USA vor. Sie hat mehrere andere Namen, von denen man einst dachte, sie würden verschiedene Arten repräsentieren: Mangofruchtfliege (B. invaders), B. papaya, und B. philippinensis. Die Eier der Orientalischen Fruchtfliege sind schlank und weiß. Die Larven sind ebenfalls weiß und werden bis zu 11 mm lang. Das Aussehen der erwachsenen Tiere unterscheidet sich je nach Unterart, weist aber normalerweise zwei markante schwarze Streifen über dem Hinterleib auf. Dieses Schadinsekt ist besonders schädlich für Mango- und Papayafrüchte.
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Karibische Fruchtfliege (Anastrepha suspensa)
Diese Fliegen sind eng mit der mexikanischen Fruchtfliege verwandt und schädigen eine Vielzahl von Wirtspflanzen in der Karibik und in Florida. Die Larven schlüpfen nach 2-3 Tagen, und die weißen Larven werden etwa 10 mm groß und ernähren sich 1-2 Wochen lang von Pflanzen. Adulte Fliegen sind gelbbraun und werden etwa 14 mm groß mit gelbbraunen Windbändern. Guaven und Rosenäpfel sind besonders anfällig für den Befall durch diesen Schädling.
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Queensland-Fruchtfliege (Bactrocera tryoni)
Dies ist ein ernstzunehmender Schädling in ganz Ost-Australien. Die Eier sind weiß und die Larven schlüpfen je nach Jahreszeit nach 1-2 Tagen. Die Larven ernähren sich etwa drei Wochen lang und befallen Pflanzen wie Tomaten, Äpfel und Birnen. Erwachsene Tiere sind wespenähnlich mit gelben und dunkelbraunen Markierungen und werden etwa 8 mm lang. Der gesamte Lebenszyklus der Queensland-Fruchtfliege von Ei zu Ei dauert etwa sechs Wochen.
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Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii)
Diese Art ist in Asien heimisch, hat sich aber nach Europa und Amerika ausgebreitet. Sie hat ein breites Wirtsspektrum und ist besonders problematisch für Kirschen im US-Bundesstaat Washington. Die Eier sind weiß und kleiner als die anderer Arten (etwa 0.5 mm lang). Die Larven schlüpfen aber ebenfalls nach 1–3 Tagen. Die Larven der Kirschessigfliege sind weiß, während ihre Puppen dunkelbraun sind. Beide Entwicklungsstadien sind etwa 3 mm lang. Erwachsene Tiere sind ebenfalls etwa 3 mm lang, haben rote Augen und sind hellbraun gefärbt. Männchen haben einen charakteristischen dunklen Fleck in der Nähe der Flügelspitze und adulte Fliegen leben normalerweise 1–2 Monate oder länger, wenn sie überwintern. Dies ist ein enger Verwandter der Art Drosophila melanogaster, welche Wissenschaftler unter anderem zur Untersuchung menschlicher Krankheitsgene verwenden. Drosophila melanogaster gilt nicht als Schädling.
Die Larven ernähren sich direkt von Pflanzengewebe, wodurch die Früchte matschig, verfärbt und ungenießbar werden. Fruchtfliegenschädlinge können sich von reifenden oder reifen Früchten ernähren, die noch an der Pflanze hängen. Dies unterscheidet sie von nicht-schädlichen Arten, die sich nur von bereits verdorbenem Pflanzengewebe ernähren.
Ihre Vorderflügel sind häufig weißlich mit dunklen Punkten, ihre Hinterflügel grau; geschlossen bilden diese eine steile Dachform.
Die Falter haben eine Flügelspannweite von bis zu 25 Millimetern. Nach der Eiablage erfolgen 4–5 Larvenstadien mit unterschiedlicher Färbung.
Die Raupen mancher Gespinstmottenarten minieren in Blättern und Nadeln. Andere ernähren sich auch von Knospen oder entfaltetem Laub, auch von Blüten. Namengebend sind die Gespinste, in denen sie sich, je nach Art einzeln oder in Gruppen, verpuppen. Insgesamt kann man die Raupen der Gespinst- und Knospenmotten auf etwa 50 Pflanzenfamilien finden, sie ernähren sich hauptsächlich von Süßgräsern (Poaceae) oder Laubgehölzen. Gespinste können ganze Bäume und auch Bänke umfassen.
Hausmaus (Mus musculus)
Ordnung: Nagetiere
Familie: Mäuse
Aussehen:
Kopf-Rumpf-Länge: 6-9cm
Schwanzlänge: 7-10cm
Gewicht: bis zu 30g
Färbung graubraun, Kopf mit spitzer Schnauze und großen, leicht behaarten Ohren
Nahrung
Getreideprodukte und fetthaltiges Futter sind die Hauptnahrungsmittel.
Schadpotenzial
Die Hausmaus trägt durch die Verschleppung von Nahrungs- und Futtermitteln selber zur beschleunigten Ausbreitung des Befalls bei. Durch Kot und Urin wird die Umgebung mit Bakterien kontaminiert. An elektrischen Kabeln, Möbeln, Lebensmitteln u.ä. hinterlässt die Hausmaus oftmals Nagespuren.
Lebensweise und Fortpflanzung
Hausmäuse leben in der Regel in Familienverbänden nahe einer Futterquelle (Aktionsradius 3-5). Ihre Nester bauen sie in kleinen Hohlräumen in den Wänden, dem Boden, hinter Möbeln oder ähnlichen Schlupflöchern. Die Kommunikation untereinander findet fast ausschließlich über den Geruch statt. Sie können sich mit bis zu 8 Würfen pro Jahr mit jeweils 6 Nachkommen schnell ausbreiten. Die Lebenserwartung einer Hausmaus beträgt etwa 9-18 Monate.
Nachweis
Ein Nachweis für den Befall durch Hausmäuse ist auf verschiedene Arten zu erbringen. Achten Sie auf folgende Anzeichen
- Sichtung lebender oder toter Tiere
- Kotansammlungen und Urinspuren
- Ammoniakartiger Geruch in schlecht belüfteten Räumen
Braune Holzameise (Lasius brunneus)
Ordnung: Hautflügler
Familie: Ameisen
Aussehen
Körper ca. 4mm lang, Kopf und Hinterleib dunkelbraun gefärbt, Brust deutlich heller
Nahrung
In der Natur ernährt sich die Braune Holzameise von zuckerhaltigen Ausscheidungen von Blattläusen oder anderen Insekten. In der Umgebung von Menschen zählen zudem zucker- und eiweißhaltige Nahrungsmittel zu ihrem Nahrungsangebot.
Schadpotential
Braune Holzameisen siedeln sich in Gebäuden häufig nach Nässeschäden an angefaulten Hölzern oder dem Dämmmaterial an. Dort beschädigen sie durch den Bau ihrer Nester die Außendämmung.
Lebensweise und Fortpflanzung
Ähnlich wie die Pharaoameisen leben die Holzameisen in einem großen Staatenbund. Ihre Nester enthalten eine Königin, Arbeiterinnen und die Brut. In der Natur siedeln sich die Ameisen vorzugsweise in abgestorbenen Bäumen oder Totholz an.
Jeder hat schon mal ihre Bekanntschaft gemacht und Sie erst beachtet als die Löcher in der Kleidung oder Maden und Gespinst in eingelagerten Lebensmitteln zu sehen waren. Motten sind mehr als lästig, denn mit einem Mottenbefall ist aufgrund der Beschädigungen an Kleidungsstücken und der Verunreinigungen an Nahrungsmitteln nicht zu spaßen. Dazu kommt, dass sich die Motten, wenn sie sich erst einmal eingenistet haben, nicht mehr von alleine gehen.
Befall mit materialschädigenden Motten erkennen – achten Sie auf:
- Lebende oder tote Motten
- Kriechende Falter (ausgewachsene Motten fliegen selten)
- madenähnliche Larven im Kleiderschrank
- Seidige Röhrchen an Stoffen; in diesen leben die Mottenlarven
- Puppen in Kleidungsstücken und Stoffen, dort entwickeln sich die Larven zu Motten
Die niedlichen Nager mit den scharfen Zähnen haben es in sich. Vom Sachschaden durch Verbiss bis zur Übertragung von bedrohlichen Krankheitserregern – nichts kann ausgeschlossen werden.
Sie lärmen im Dach und nehmen nachts keine Rücksicht auf Hausbewohner. Rumpelt es im Dachstuhl oder treten im Haus unangenehme Gerüche auf, sind das Anzeichen für einen Befall des Dachstuhls durch einen Steinmarder. Marder finden in den Abfällen von Besiedlungen reich gedeckte Tische und direkt unter den Dächern von Wohngebäuden, Lagerräumen, Scheunen oder Stallungen Nistgelegenheiten. In ihrem Umfeld zerstören sie dabei verbaute Materialien wie Isolierungen und Dämmfolien ebenso wie Elektroleitungen.
Mehlkäfer (Tenebrio molitor)
Ordnung: Käfer
Familie: Schwarzkäfer
Aussehen
Der Mehlkäfer wird 12 bis 18 mm lang und hat eine dunkelbraune bis schwarz Färbung. Auf seinen Flügeldecken sind leichte , längst verlaufende Rillen zu erkennen. Die Larven zeichnen sich durch eine starke Chitinschicht aus. Sie sind gelblich gefärbt und bis zu 32 mm lang. Am Hinterleib haben die Larven zwei nach oben gerichtete Dornen.
Nahrung
Käfer und Larven ernähren sich von sämtlichen Getreideprodukten, sowie von pflanzlichen und tierischen Substraten.
Schadpotential
Die Käfer und Larven sind relativ groß und benötigen eine hohe Feuchtigkeit. Sie fallen leicht auf und besitzen daher nur ein recht geringes Schadpotential. Larven können in morsches Holz oder Dämmstoffe eindringen und sich dort verpuppen.
Lebensweise und Fortpflanzung
Die Käfer halten sich vorzugsweise in Lagern oder Getreide verarbeitenden Betrieben auf. Mangelnde Hygiene kann dabei zu einem verstärkten Befall führen. Das Auftreten in der Tierhaltung oder in Wohnhäusern ist jedoch ebenfalls möglich.
Nachweis
Fraßschäden, sowie Verunreinigungen durch Kot und Hautreste
Mehlmotte (Ephestia kuehniella)
Ordnung: Schmetterlinge
Familie: Zünsler
Aussehen
Ausgewachsen ist der Körper der Mehlmotte 10-15 mm lang. Die Flügel haben eine hellbräunliche bis silber-graue Färbung mit einer dunkel verlaufenden Zeichnung. Seitlich und hinten mit einem silbrigen Fransensaum. Die Larven werden ausgewachsen bis zu 20 mm lang. Sie sind leicht gelblich mit rötlichem oder grünlichem Schimmer.
Nahrung
Pflanzliche Lebensmittel wie Mehl, Samen, Getreide, Nüsse und ähnliches. Auch süße Lebensmittel wie Schokolade und Kakaobohnen stehen auf ihrem Speiseplan.
Schadpotential
Verunreinigungen durch die Gespinste. Diese führen häufig zu Verstopfungen von Rohren. Lagerräume wie Mühlen oder Getreidespeicher sind häufig betroffen. Bei einem starken Befall können Schäden durch Kondenswasserbildung und nachfolgend Pilze oder Milben entstehen.
Lebensweise und Fortpflanzung
Nachtaktiv. Ablage der Eier zwei bis drei Mal pro Jahr in Mehl- oder Getreideprodukten.
Nachweis
Ein Nachweis wird durch Pheromonfallen erbracht
In Deutschland leben zwei Rattenarten, die Hausratte und die Wanderratte. Jede dieser Arten hat ihre eigenen, charakteristischen Merkmale, die sie äußerlich und in ihren Lebensgewohnheiten unterscheidet.
- Die Hausratte, auch als Schiffsratte bekannt, hat eine Körperlänge von ca. 16-24 cm und einen längeren Schwanz, der bis zu 28 cm erreichen kann. Ihr Fell variiert von schwarz bis zu einem dunklen braun, wobei der Bauch oft heller gefärbt ist. Diese Merkmale ermöglichen es ihr, sich effektiv in ihrem Umfeld zu bewegen und zu verstecken.
- Die Wanderratte zeichnet sich durch eine Körperlänge von etwa 20 bis 25 Zentimetern und einen Schwanz von ähnlicher Länge aus. Ihr Fell variiert von grau-braun bis dunkelbraun.
Unter optimalen Bedingungen können sich Hausratten sehr schnell vermehren. Eine weibliche Hausratte, das sich durchschnittlich bis zu 8 Mal pro Jahr fortpflanzt und jedes Mal bis zu 8 Junge bekommen kann, könnte demnach theoretisch bis zu 64 Nachkommen in einem Jahr haben.
Wanderrattenpopulationen können sich ähnlich schnell vermehren. Eine weibliche Wanderratte, das sich durchschnittlich 5 bis 6 Mal pro Jahr fortpflanzt und jedes Mal etwa 6 bis 8 Junge bekommt, könnte theoretisch bis zu 48 Nachkommen in einem Jahr haben.
Wenn die Überlebensrate der Rattenjungtiere hoch ist und sich alle weiblichen Nachkommen ähnlich schnell vermehren, könnten sowohl die Hausratten sowie die Wanderrattenpopulationen am Ende des Jahres ein paar hundert Tiere betragen.
eine Bekämpfung dieser Tiere gehört in die Hände von professionellen Schädlingsbekämpfern
Schmeißfliege (Calliphora vicina)
Ordnung: Zweiflügler
Familie: Schmeißfliegen
Aussehen
Körper 10-15 mm lang, behaarter Rumpf;
Maden bis 18 mm lang, weiß-gelbliche Färbung
Nahrung
Die Fliegen ernähren sich von organischen Substanzen, die mit dem Speichel verflüssigt werden.
Die Maden ernähren sich von Aas und eiweißhaltigen Produkten wie Fleisch, Käse und ähnliches.
Schadpotential
Das Haupt-Schadpotential liegt in der Verschmutzung von Lebensmitteln und Arbeitsflächen. Über den Speichel und den Kot können Krankheitskeime verbreitet werden. Besonderes Risiko für die Lebensmittelindustrie.
Lebensweise und Fortpflanzung
Können auf der Suche nach Nahrung mehrere Kilometer zurücklegen. Häufiges Auftreten in der Nähe verwesender Nahrungsmittel. Überwintern in Ritzen und Spalten. Eine Brutablage enthält bis zu 180 Eier und kann auch bei niedrigen Temperaturen (Kühlschränke etc.) bestehen. Die Lebensdauer der Fliegen beträgt bis zu zwei Monate.
Nachweis
Nachweis mit UV-Lampen oder Klebefallen
Bekämpfung
Bekämpfung der Maden an Entwicklungsherden mit Larviziden. Bevorzugte Sitzplätze der Fliegen werden mit Insektiziden behandelt.
Kaum ist das Licht an, sind die Silberfischchen weg. Aber auch wenn man sie nicht sieht, Silberfischchen in der Wohnung, im Bad oder in der Küche sind keine Seltenheit. Dabei bevorzugen Silberfische feuchte Plätze im Bad und in der Küche. Silberfischchen leben gerne in Abflüssen und in der Küche halten sie sich auch in den Vorrats- und Küchenschränken auf. Eigentlich sind Silberfische eher harmlos, da sie sich nur von stärkehaltigen Lebensmitteln (auch Tapetenkleister und Kleber in Bucheinbänden), Hautschuppen, Zucker, Hausstaubmilben und Schimmelpilzen ernähren. Sie gelten auch nicht als Hygieneschädlinge
Stubenfliege
Große Stubenfliege (Musa domestica)
Ordnung: Zweiflügler
Familie: Echte Fliegen
Aussehen
Körper ca. 8 mm lang, graue Färbung mit vier dunklen Längsstreifen; Larven weißlich transparent, später weiß-gelblich
Nahrung
Die Fliegen ernähren sich von eiweiß- und kohlehydratreichen, flüssigen Produkten. Die Larven nehmen organische Substrate mit hohem Eiweißanteil auf.
Schadpotential
Besonderes Risikopotential für die Lebensmittelindustrie. Verschmutzung von Lebensmittel und Arbeitsflächen. Verbreitung von Krankheitserregern durch Kot und Speichel.
Lebensweise und Fortpflanzung
Die Eiablage und Entwicklung der Brut findet in organischen Abfällen statt. Ein vermehrtes Auftreten der Stubenfliege findet daher in der Nähe von Müllhalden und ähnlichem statt.
Nachweis
Ein Nachweis findet mithilfe von Klebefallen und UV-Leuchten statt.
Die Verwilderte Haustaube stammt von der Felsentaube (Columba livia) ab. Die Heimat der Felsentaube liegt im Mittelmeer, auch in Gebirgen Indiens, an den Felsenküsten der Shetland- und Orkney-Inseln sowie an der Westküste Norwegens. Seit einigen tausend Jahren wurden aus dieser Urform viele verschiedene Taubenrassen gezüchtet. Unsere Europäische Verwilderte Haustaube dürfte überwiegend aus der Nachkommenschaft der mediterranen Form der Felsentaube stammen. Die Verwilderung geschah (und geschieht) hauptsächlich durch Paarung von "verloren" gegangenen Zuchttauben, die sich anderen vor allem wilden Schwärmen zugesellt haben.
Aussehen
Die Verwilderten Haustauben sehen dem Typ der Brieftauben sehr ähnlich (siehe Abbildung). Die Täuber sind meist an dem violetten Glanz der Nackenfedern von den Weibchen zu unterscheiden. Es kommen jedoch auch andere Farbtöne vor.
Vermehrung und Brutverhalten
Männliche und weibliche Tauben leben in Monogamie(zumindest während einer über ein Jahr bestehenden Brutperiode). Als Abkömmling der Felsentaube brütet die Verwilderte Haustaube in einem "Felsenersatz". Der besteht für sie in Mauernischen, an Mauern von Ruinen, unter Brücken, auf Dachböden, in Dachkästen, unter und auf geschützten Simsen. Im Prinzip reicht eine Nische von etwa 15 x 15 x 10 cm. (Breite, Tiefe, Höhe). In der "freien Natur" muß von etwa drei bis vier Bruten im Jahr ausgegangen werden, wobei die vierte eine Winterbrut ist und bei unwirtlicher Witterung zu keiner erfolgreichen Aufzucht der Jungtiere führt.
Die weibliche Taube legt je Brut zwei Eier. Die Brutzeit beträgt 16 bis 18 Tage. Die Eltern teilen sich das Brutgeschäft, der Täuber brütet zwischen 9.00 Uhr und 14 Uhr. (Sommerzeit nicht berücksichtigt!).
Die Jungtauben werden etwa 1 Woche lang gehudert (= konstant warm gehalten), nach etwa 14 Tagen sind sie halbflügge, werden aber bis zur 5. oder 6. Woche gefüttert. Die Verlustrate bei der Aufzucht der Jungtauben wird mit etwa 50% geschätzt. Es ist demnach davon auszugehen, dass je Taubenpaarjährlich etwa 3 bis 4 Jungtauben erwachsen werden. Eine Verwilderte Haustaube ist mit etwa vier Monaten geschlechtsreif.
Lebensweise
Verwilderte Haustauben brüten nicht auf Bäumen (baumbrütende Tauben im Stadtgebiet sind fast überwiegend Türkentauben, in sehr großen Baumkronen auch die Ringeltaube). Verwilderte Haustauben tragen kein (oder nur geringfügig) Nistmaterial ein. Ihr Nistplatz besteht aus einen Brutkegel, der von erhärtetem Kotgebildet wird.
Verwilderte Haustauben bilden Schwärme; die Anzahl an Einzeltauben kann bis zu etwa 100 Vögel betragen (meist zwischen 40 und 80). Es herrscht innerhalb eines Schwarmes ein soziales Gefüge, wobei besonders Jungtauben in unterer Rangordnung stehen. In den Wintermonaten, ab etwa November, neigen die Tauben zum "Zusammenrotten". Sie suchen sich feste Ruheplätze. Während dieser Zeiten ist die gesamte Stärke einer Taubenpopulation zu erkennen.
Nahrung
Verwilderte Haustauben sind Körnerfresser. Sie nehmen vielerlei Sämereien, wie Reis, Getreide, Mais, Hirse usw. im urbanen Bereich auch Backwaren jeglicher Art zu sich. So sind Vorratslager für Getreide, Silobereiche in Mühlen oder Großbäckereien ideale Futterplätze. An mobilen Grillständen usw. sind sie oft plageerregend.
Hygienische Bedeutung
Verwilderte Haustauben tragen in der Regel mehr Futter in ihre Brutplätze ein, als sie verzehren können. Als Folge liegen Futtermittel in großer Menge an den Brutplätzen und werden Ursache für die Ansiedlung von verschiedenen Vorratsschädlingen. Außerdem liegen dort viele tote Tauben, vor allem tote Jungtauben, die die Ursache von Speckkäfern, Pelzkäfern und Anthrenusarten werden. Schimmelbildungen verursachen Befall von Staubläusen, Schimmel- und Moderkäferarten und Insekten und andere Gliederfüßer, die von diesen Schädlingen leben.
Ferner treten Parasiten der Tauben auf, die auch den Menschen befallen können. Ganz besonders dann, wenn die Tauben als die eigentlichen Wirtstiere beseitigt wurden und den Parasiten nicht mehr zur Verfügung stehen. Die zwei wichtigsten Krankheiten sind:
Salmonellose und Ornithose/Psittakose
Wanderratte (Rattus norvegicus)
Ordnung: Nagetiere
Familie: Mäuse Muridae
Aussehen:
Kopf-Rumpf-Länge: 18-25cm
Schwanzlänge: 15-21cm
Gewicht: 200-500g
Schnauze stumpf, Augen klein, Ohren klein mit kurzen Haaren,
Rücken braun, auf der Bauchseite hellgrau gefärbt, Schwanz kürzer als Kopf-Rumpf-Länge, Unterseite hell
Nahrung
Getreideprodukte, sowie pflanzliche oder tierische Lebensmittel
Schadpotential
Die Wanderratte wird als sogenannter Vorrats- und Materialschädling bezeichnet. Insbesondere in der Lebensmittelindustrie stell sie ein hohes Gefahrenpotential dar. Durch Kot, Urin und Haare verunreinigen und verderben Nahrungsmittel. Ratten können unter anderem ernsthafte Krankheiten wie Typhus, Cholera oder Tuberkulose übertragen.
Der Waschbär (Procyon lotor), auch als Nordamerikanischer Waschbär, einst auch als Schupp bezeichnet, ist ein in Nordamerika heimisches, mittelgroßes Säugetier. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist er als Neozoon auch auf dem europäischen Festland, im Kaukasus und in Japan vertreten, nachdem er dort aus Gehegen entkommen ist oder ausgesetzt wurde. Waschbären sind überwiegend nachtaktive Raubtiere und leben bevorzugt in gewässerreichen Laub- und Mischwäldern. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit leben sie zunehmend auch in Bergwäldern, Salzwiesen und urbanen Gebieten.
Ordnung: Hautflügler
Familie: Faltenwespen
Aussehen
Die Deutsche Wespe und die gemeine Wespe unterscheiden sich nur minimal voneinander. Der deutlichste Unterschied, den der Laie unter Umständen ausmachen kann, ist die Färbung. Während die Deutsche Wespe auf ihrem Rücken drei schwarze Punkte auf gelbem Untergrund trägt, ähneln die Zeichnungen der Gemeinen Wespe eher nach hinten zeigenden Dreiecken.
Nahrung
Beide Arten ernähren sich hauptsächlich von anderen Insekten, im Spätsommer steht eher zuckerhaltig Nahrung im Fokus.
Schadpotential
Da Wespen schädliche Insekten vertilgen, gelten sie im Allgemeinen als Nützlinge. Wespenstiche hingegen sind schmerzhaft und können allergische Reaktionen auslösen. Angelockt werden Wespen von Nahrungsmitteln, insbesondere zuckerhaltige. Daher sind sie häufig ein Problem in Bäckereien oder der Außengastronomie.
Lebensweise und Fortpflanzung
Die Flugzeit der Wespen geht von April bis Oktober. Ihre Nester bauen sie im Frühjahr an dunklen, geschützten Orten. Dafür kommen Hohlräume im Dachbereich oder hinter Fassaden in Frage. Die Nester dienen ein Jahr als Unterschlupf und können im Spätsommer bis zu 7000 Wespen enthalten.
Nachweis
Vielzahl an umherfliegenden Arbeiter-Wespen
Bekämpfung
Die Bekämpfung/Umsiedlung der Wespen ist nur in bestimmten Fällen erlaubt, da sie als Nützlinge kategorisiert werden. Dazu muss eine unmittelbare Gefährdung oder Last von den Wespen oder Nestern ausgehen.
Vorkommen: Man fi ndet sie im Freien vom Frühjahr bis in den Herbst, wo sich die Zecken von Gräsern und Sträuchern auf die Wirte fallen lassen.
Vermehrung: Nach der Ablage von 500 bis zu 5000 Eiern entwickeln sich die Larven innerhalb von ca. 2 Jahren. Alle Entwicklungsstadien saugen jeweils nur einmal für 3–14 Tage Blut und verlassen danach den Wirt.
Lebensdauer: 2–3 Jahre.
Schaden: Hygieneschädling; Übertragung von Krankheiten. Die bekanntesten sind die FSME (Frühjahr-Sommer-Menin-goenzephalitis, eine Entzündung der Gehirnhaut) und die Lyme-Borreliose (eine Art chronische Nervenentzündung).
